Pimp your Pak

Hier finden Sie Tipps und Anregungen zu Erweiterungen, Umbau und Verbesserungen von PakCanoes. Die meisten davon lassen sich ebenso auf Ally Faltcanadier anwenden. Die Ideen stammen von unseren Kunden und von uns selbst. Sie wurden zwar alle ausprobiert, aber für jemand anderes können wir freilich keinerlei Gewähr und Haftung für die Funktion und Sicherheit übernehmen.

Diese Liste ist noch vielfach erweiterbar. Gerne nehmen wir Ihre Ideen mit auf oder schicken Ihnen Bilder von Details in besserer Auflösung zu. Melden Sie sich einfach bei uns unter servus@faltcanadier.de .

Seil zur Gummischnur  (Martin Odenwald): „… habe ich in die oberen Süllrandstangen zusätzlich nicht dehnbare Sorgleinenen eingezogen. Damit kann ich die Stangen beim Abbau leichter herausziehen.“ Prima Idee, finden wir. Zusätzlicher Tipp: „Mit der Sorgleine muss man in der Länge etwas tüfteln damit nichts einklemmt und mindestens ein Ende muss freilaufen und überstehen um es zum rausziehen zu fassen.“

Auftriebskörperbefestigung (Holger Schmidt/faltcanadier.de): Hat sich im Einsatz auch sehr bewährt. Die Leinen werden dabei einfach auf jeder Seite 4x über Kreuz durch die Senten gezogen. Die Senten werden mit Kabelbindern zusätzlich gesichert. Zwei Spanngurte (3,5m) halten das ganze in Form. Es werden beim 140er mit 60″-Luftsäcken ca. 26m Leine benötigt und zusätzlich 2 dünne Gurte für die Bugbefestigung.

Besegelung Pouch mit Steuer Eigenbau (Udo Heinz): Ein gebrauchtes Segel von ebay und das Steuer vom örtlichen Metallbauer. Funktioniert nach ersten Tests ganz ordentlich: Laut Erbauer:“…segelt das Ganze bis zu einem gewissen Grad auch am Wind. Sehr luvgierig aber beherrschbar solange der Wind konstant ist. In Böen gleicht es eher einem Surfbrett und dann krängt es auch schon mal reichlich. Wichtig ist viel Ballast in der Mitte des Bootes. Man darf keine Wunder erwarten, eine Jolle segelt natürlich anders aber ein bischen an den Wind kommt man schon, kreuzen ist mühsam aber geht.“

 

 

Kunststoffbuchsen für die Senten (Holger Schmidt/faltcanadier.de). Die Enden von 4 Senten werden leicht gekürzt und mit Buchsen versehen, dort wo sie auf die Gabel gesteckt werden. Dadurch scheuert das Aluminiumrohr nicht mehr an der Aluminiumgabel und es entstehen keine häßlichen Grate mehr. Nachteil: Bei starker Belastung kommt mehr Last auf die Gabeln und deren Nieten. Wir hatten damit aber noch keine Probleme, aber Alf Elvestad meint, das wäre ihm zu kritisch. Letztlich hat es uns zwar gut gefallen aber wir haben es nicht weiter verfolgt, weil die Herstellung einfach zu aufwendig ist.

Wurfsackhalter fürs Deck (Jochen Steigert). Eine schlichte, kostengünstige und dennoch praktische Lösung zur griffbereiten Befestigung des Wurfsacks auf dem Bootsdeck. Besonders bei voll beladenem Boot geht der Wurfsack leicht mal unterm Gepäck unter. Das passiert damit nicht mehr. 4 Ösen in den Stoff eingeschlagen, Gummischnur durch und fertig.

zusätzliche Moosgummistreifen am Boden (Martin Odenwald): Die 4mm Zellkautchukstreifen komprimieren sich auf 2-3mm und fallen mir in der Bootsform und Spannung nicht auf. Ich habe selbstklebende Streifen vom Sahlberg verwendet. Bisher halten Sie. Unter Dauereinsatz könnte es schon sein, dass ich mit Kontaktkleber mal nachbessern muss. Aber ich fands nicht so schön, dass sich vorher die Steinchen unter den Stangen in den Innenboden gearbeitet haben. Das ist jetzt deutlich besser.

Stand-Plattform (Holger Schmidt, faltcanadier.de): Schon längere Zeit fahre ich beim Poling und SUC (Stand-Up-Canoing) im Stehen. Dabei habe ich mich immer über eine unangenehme Fußstellung im Faltkanu geärgert. Deshalb habe ich hierzu etwas gebaut. Nicht daß ein PakCanoe es nicht aushalten würde darin zu stehen, aber der Kontakt zum Boot ist relativ weich, die Auswölbungen auf der Außenseite deutlich und vor allem hab ich oft Knieschmerzen durch schrägstehende Füße bekommen. Daher hab ich mir eine kleine Plattform zum Einlegen gebaut, die sich an 8 Stellen auf dem Gestänge abstützt, aber dennoch eine Biegung und Verwindung des Bootes ermöglicht, was beim Falter essentiell ist.
Das ganze ruht auf 16×1,5mm Alurohren und ist mit M5 Edelstahlschrauben verschraubt. Die Kunststoffschellen und Deckplatten stammen ausm Schellenfachhandel. Die Platte ist wasserfest schichtverleimtes Holz (Siebdruckplatte). An den Auflagen sind Pakboats C-Clips aufgesteckt; im Betrieb wird das ganze noch mit mehreren Kabelbindern gesichert.
Die erste Probefahrt war ein zunächst wackeliges Aha-Erlebnis. Wackelig, weil zuvor das Boot (Pakcanoe 165, schmale Version) recht weich und träge reagiert hat und nun plötzlich auf die kleinste Fußbewegung anspringt. Aber nach ein paar Gewöhnungsminuten ein tolles Steh-Fahrerlebnis.

Bodenmatte aus EVA: Die serienmäßige Bodenmatte beim PakCanoe ist aus geschlossenzelligem PE-Schaum gefertigt. Nachdem sich die originale Matte bei einem heißen Sommer leicht verformt hat (ohne Abdeckung immer draußen) hab ich nach hochwertigem Ersatz gesucht und in Form von EVA gefunden. Die Matte ist zwar statt 10mm im original nun 12mm dick und etwas voluminöser, aber sogar einige Gramm leichter. Die Bootsform ändert sich dadurch geringfügig, d.h. das Boot bekommt weniger Tumblehome, doch im Fahrbetrieb spürt man das kaum. Der Sommer-Hitze-Test hat jedoch leider ergeben, daß das EVA-Material bei Hitze zu sehr schwindet und außerdem noch die Verklebungen an den Nahtstellen sich lösen. Daher kann der Versuch wohl als gescheitert betrachtet werden.

 

Kabelbinder an den Verbindungsstellen: Serienmäßig hat das PakCanoe Gummis an den Verbindungsstellen. Wenn die Ersatzgummis aufgebraucht sind braucht man sich keine Sorgen machen. Handelsübliche Kabelbinder tun den Dienst mindestens ebenso gut. Wir haben mehrere ausprobiert und sind bei schwarzen xx mm mit 200m Länge und mit ca. 22kg Bruchlast geblieben. Diese können auch zur Wiederverwendung an den Senten verbleiben, sofern nicht supereng gepackt wird (dann schieben sie sich leider enger). Beim Drüberschieben immer erst eine Ecke und dann die andere drüber, dann klappt´s auch. Wiederlösbare Kabelbinder (200mm, xx Breite) verwenden wir nur diagonal an den Verbindungen wo die Kabelbinder nicht verbleiben können: An den kleinsten Spanten mit dem Steven, zur Verstärkung der Verbindung Spant/Sent bei Montage der Allyfüße und zur Fixierung des alten Pedestal-Seats.

Bilder folgen noch.

 

Sitzbanklösung edel und praktisch (Uli Borde): eingebaut im Ally, aber auch für PakCanoes denkbar. Hier wurden 2 bewährte Sitzlösungen miteinander verbunden. Der gemütliche Flechtsitz ruht auf einer Konstruktion, welche mit den alten Ally-Trappersitzen vergleichbar sind. Dazu hat der Erbauer einen maßgefertigten Holzrahmen mit Gurtband versehen. Seitlich daran sind 20×1,5mm Alurohre eingelassen. Hinten ist das ganze nach oben (ganz außen) vom Querholm abgehängt und seitlich mit Gurten an den Spanten verspannt. Vorne ruht der Sitz auf gebogenem 1,5mm Alurohr, welches im 20mm Rohr steckt. An den Füßen sind die Standard Ally-Fußversteller montiert. Bei Nichtgebrauch kann der Sitz mit zwei Handgriffen ausgehängt werden und fungiert dann als Lehne zum Liegen…

Zug-Seilbefestigung für Allys: Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Fakt ist jedoch, daß die Befestigung für ein Zug- und Treidelseil nahe der Wasserlinie erfolgen muß, damit das Boot bei einer Querströmung nicht umkippt. Die einfache Variante: Durch zwei mehr oder weniger verstärkte Löcher in der Bootshaut nahe am Steven knapp über der Wasserlinie (beladenes Boot) wird ein Seil gezogen, welches sich bei Zugbelastung an der Stevenstange abstützt. Die aufwendigere Variante: Ein D-Ring wird mit Gurtband auf PVC-Material aufgenäht und das ganze am Bug mit der Bootshaut verklebt. Die unaufwendigere Variante davon: zwei käufliche D-Ringe werden rechts und links des Stevens aufgeklebt und mit Seil verbunden. PakCanoe-Kunden sind hier fein heraus, weil die Pakboats haben serienmäßig die D-Ringe montiert.

Bilder folgen noch.

Die nachfolgenden Lösungen haben sich inzwischen derart bewährt und herumgesprochen, daß wir sie in kleiner Stückzahl selbst produzieren (lassen). Sie sind alle in unserem Shop erhältlich:

Getränkehalter: Sehr praktisch, damit beim Paddeln keine Flasche mehr Umfallen kann und die Getränke stets in Reichweite sind. Von 0,5l bis zu 1l-PET werden alle Flaschen sicher gehalten. Der Halter paßt sowohl bei den PakCanoes als auch beim Ally. Material: hochwertige Kunststoffe mit Edelstahlschrauben. Montiert in einer gemeinnützigen Werkstatt in München. Zum Getränkehalter im Shop.

Einzelsitz: Dieser Sitz wurde von uns entwickelt, weil wir mit den herkömmlichen Faltkanu-Sitzen in mancherlei Hinsicht unzufrieden waren. Wir lassen diesen Sitz in München fertigen und beziehen nahezu alle Teile dafür von örtlichen Lieferanten. Zum Einzelsitz im Shop

Doppelsitzbank: Diese Sitzbank wurde von uns entwickelt, weil wir für Familien mit Kindern noch ein zusätzliche Sitzvariante gesucht haben, bei der Kinder auch nebeneinander sitzen können. Wir empfehlen die Doppelsitzbank für die breiteren Faltcanadier Ally 15, 16,5 und 18 und PakCanoe 150, 160, 165T und 170. Zur Doppelsitzbank im Shop